Diese Frage stellt ksklein auf ihrem Blog Menschen aus aller Welt. Genauer: Was ist rot für dich?
Jeden Tag wird eine Antwort veröffentlicht, das ganze Jahr über: Auf ein Stück Papier soll geschrieben, gezeichnet, gemalt und geklebt werden, was die Farbe rot für den Einsender bedeutet. Dabei sollen der Zeitaufwand und die Kosten nicht zu hoch sein. Jedes veröffentliche Kunstwerk findet Platz am entsprechenden Tag im Moleskine-Kalender der Bloggerin.
Ich muss sagen, ich bin ein bisschen neidisch auf die Vorstellung, dass sie am Ende des Jahres ein Buch voller Basteleien aus aller Welt in Händen hält. Gleichzeitig bin ich überrascht von der ganz simplen Idee. Faszinierend, was für unterschiedliche Ideen man zu der Farbe rot haben kann! – Ich mag rot übrigens. Mein Lieblingspullover ist rot, manchmal sind meine Fingernägel rot und im Moment sind sogar meine Haare dunkelrot getönt. :)
Ich mag den Blog allerdings noch aus einem ganz eigennützigen Grund: Er ist eine wunderbare Inspiration und eine gute Grundlage für eine kleine Schreibaufgabe. Einfach blind einen Tag aussuchen und das dazugehörige Kunstwerk auf sich wirken lassen. Und dann schreiben. Wer macht mit?
PS: Und falls sich jemand gerne mit einem kleinen Kunstwerk am Blog beteiligen möchte, der schaue hier.
© Foto “rot”: Knipsermann. Some rights reserved. Quelle: www.piqs.de



7 Kommentare
Kommentar-Feed für diesen Beitrag
17. Februar 2010 um 02:39
Frank Benedikt
Liebe Nachbarin,
die Frage stellt sich aber ab einem gewissen Alter nicht nur ästhetisch oder träumerisch, sonden auch konkret-politisch: Sind “Rote” rot? Oder manche rosa? Bich ich – als früherer Grüner – nun auch rot, da ich ein “Rot-Schwarzer” wurde und mit “Roten” eine Zusammenarbeit anstrebe?
Ja, ich trage in Dein hübsches kleines Blog mal ein wenig “Politik” rein, denn sie bestimmt leider unser aller Leben – auch wenn ich mir das anders wünschte. Denken, schreiben und vor allem leben kann nicht ohne die Tatsache stattfinden, daß wir inzwischen über sieben Milliarden Individuen mit jeweils eigenen Bedürfnissen sind. Auch wenn Du mir in der Folge “Hausverbot” erteilen solltest – wir sind alle füreinander verantwortlich.
Dafür bin bspw. ich hier und auch durch eine Laune des Schicksals in Deinem Blog gelandet. Du weißt, daß ich Dir (bei anderen weißt Du es nicht) gerne mal kurz zu helfen versuche, ohne etwas dafür zu verlangen. Ich mag Dein Blögchen, es ist ein guter Versuch eines – soweit ich das beurteilen kann – sehr anständigen jungen Menschen, seine ersten Schritte hinaus in die Welt zu tun.
Du solltest Dich aber gerade ob deiner Jugend fragen, wie die Zukunft wird und welche Chance zur Mitbestimmung auch Du hast. Es ist vor allem Deine und der noch Jüngeren bzw. nocht-nicht-Geborenen Zukunft, für die sich “ältere Herrschften” wie unsereins einsetzt ;-)
Abschließend: Ich fände es toll, wenn Du diesen Gedanken aufgreifen und etwas eigenes daraus entwickeln würdest, denn dies ist [b]Dein Leben[/b].
Herzliche Grüße
Frank
17. Februar 2010 um 02:42
Frank Benedikt
P.s.: Die Tippfehler um diese Uhrzeit bitte ich milde zu übersehen, da es weder Vorschau noch Editierfunktion hier gibt ;-)
17. Februar 2010 um 19:17
nachanca
Nein, Hausverbot bekommst du nicht. Aber wenn du darüber nachdenkst, für deine Hilfe etwas zu verlangen, denke ich vielleicht auch drüber nach.
Ich muss sagen, dass ich beim Tippen des Artikels überhaupt nicht an politisches Rot gdacht habe – vielleicht sollte ich Abends nicht mehr Bloggen. Aber nun, sei’s drum.
Wie kann man gleichzeitig rot und schwarz sein, frage ich mich jetzt?
Ich zweifele nicht an, dass Politik unser aller Leben bestimmt. Wäre jedoch jeder Blog ein poltischer, wäre die Blogwelt doch auch ganz schön eintönig…nur weil ich nicht über Politik blogge, heißt es nicht, dass ich nicht über Politik nachdenke & rede. ;)
Die Laune des Schicksals, die dich hierher verschlagen haben soll, hat übrigens mich zuerst auf deinen Blog verschlagen…
18. Februar 2010 um 00:05
Frank Benedikt
Liebe Nachbarin,
da hast Du mich aber anscheinend gründlich mißverstanden. Ich würde nie auf die Idee kommen, von meinen KollegInnen etwas zu verlangen, weil ich gelegentlich mal ein wenig Hilfestellung gebe. Das ist für mich “Nachbarschaftshilfe” und mir helfen hin und wieder auch andere Kollegen – so gleicht sich das Ganze eh irgendwie aus ;-)
Nur politische Blogs fände ich ebenfalls langweilig und unser Blog versucht ja, ein “politisch-literarisches” zu sein und auch Musik, Sprache, Philosophie und gar ein wenig Sport finden dort ihren Platz :-) Ich wußte nur nicht, ob Du politisch interessiert bist, da ich in Deinem Blog dazu nie was gelesen habe. Das heißt aber garantiert nicht, daß ich nun dafür plädieren würde, daß Du Dein Blog in ein Politblog umwandelst, im Gegenteil – mir gefällt es so wie es ist.
Ich finde es nur wichtig, daß auch junge Menschen sich für Poliitik interessieren und nicht einfach nur über ihre Köpfe hinweg ihre Zukunft entscheiden lassen. Aber Du scheinst ja ebenfalls interessiert und das beweist ja wohl auch Dein Besuch bei uns. Tut mir leid, ich hatte das wirklich schon vergessen, jetzt aber die Kommentarbereiche bei uns durchsucht und Du hast natürlich recht: Du warst zuerst bei uns. Eine “Laune des Schicksals” war’s aber imho dennoch, denn hättest Du keinen Kommentar gesetzt und wäre ich kein immer noch neugieriger Mensch, wäre ich nie bei Dir reingestolpert :-)
Herzliche Grüße
Frank
20. Februar 2010 um 07:27
Frank Benedikt
Kurzer Nachtrag, weil ich es doch verabsäumt habe, eine Frage zu beantworten:
“Rot-Schwarz” sind die Farben der Anarchisten, geschätzte Nachbarin und nein, – wir sind keine Bombenwerfer oder so ;-)
Schönes Wochenende
Frank
18. Februar 2010 um 21:52
Gedankenwandlerin
Nun, ich interessiere mich tatsächlich für Politik. Tatsächlich sind wohl die Hälfte der Blogs, durch die ich mich so durchklicke, politischer Natur. ;) Nur die Energie, darüber zu bloggen, habe ich im Moment nicht.
Bei all den schicksalshaften Begegnungen ist das Internet bestimmt ein einträglicher Vertragspartner vom Schicksal… ;)
20. Februar 2010 um 21:06
ksklein
Liebe Gedankenwandlerin,
habe diesen Eintrag erst heute entdeckt und mich sehr darüber gefreut. Ja, die Frage bzw. die Idee nach dem Rot ist sehr simpel. Für nächstes Jahr wird die Frage schon schwieriger zu beantworten sein. Da werden wohl auch viel mehr anonyme Mitspieler dabei sein.
Würde mich freuen, wenn der ein oder andere Leser hier mitmachen würde. Und schön finde ich, dass aus den Antworten der Leute eventuell auch noch weitere Dinge (zum Beispiel Texte) entstehen.
Schönen Gruß,
Kerstin