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Jede Katze geht ein bisschen anders mit Schnee um. Unsere verbringen die meiste Zeit auf der Fensterbank über der Heizung und schauen den Flocken beim Fallen zu, anstatt sich nach draußen zu wagen. Wenn es doch mal sein muss, staksen sie storchgleich durch das weiße Nass oder hüpfen mit großen Sätzen hindurch.

Die Katze aus der Cartoon-Reihe Simon’s Cat von Simon Tofield erlebt in dem Video Snow business den ersten Schnee auf ihre Weise:

Weitere Cartoons gibt es auf dem Youtube-Pofil von Simon Tofield: Simon’s Cat. Nur zu empfehlen!

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An diesem Punkt scheiden sich häufig die Geister von Autoren oder solchen, die es werden wollen. Die einen schreiben überhaupt nicht, ohne sich vorher die Kopfhörer in die Lauscher zu stecken und die Musik ihrer Wahl aufzudrehen: Von beruhigendem Bach über Pop bis hin zu Heavy Metal ist da alles vertreten.

Häufig werden die Lieder auch nach der Stimmung in der jeweiligen Szene ausgewählt und sollen dadurch zusätzlich inspirieren. Mancher legt sich im Media Player extra Wiedergabelisten an: Musik für nachdenkliche Szene, Musik für traurige Szenen, Musik für gescheiterte Beziehungen, Musik für frisch Verliebte, … schließlich möchte man die gerade freigeschaufelte Zeit nicht damit verbringen, nach der passenden Musik zu suchen.

Das Lager der Still-Schreiber wendet dagegen häufig ein, man würde sich zu sehr von der Musik beeinflussen lassen, anstatt auf die eigene Kreativität zu vertrauen. Inspiration aus der Dose sozusagen. Sie bevorzugen die Stille, um die Worte fließen zu lassen.

Ich selbst kann mich nicht so recht in die ein oder andere Fraktion einordnen. Da ich beim Schreiben häufig im Wohnzimmer sitze, und sich meine Eltern dort unterhalten und der Fernseher läuft, höre ich dann beim Schreiben oft Musik. Spezielle Wiedergabelisten habe ich nicht, aber ich wähle immer englische Lieder, deren Texte ich nicht kenne, um nicht davon abgelenkt zu werden. Beim Schreiben blende ich dann ohnehin alle Geräusche aus. Meist kann ich mich hinterher nicht mal mehr erinnern, welche Lieder liefen. Die Musik dient eher dazu, dass ich nicht abgelenkt werde. Das Ganze verschwimmt sozusagen zu einem Geräusch-Einheitsbrei, der mich nicht weiter stört.

Jetzt könnte man natürlich sagen, dass ich mich auch in einen ruhigen Raum zurückziehen könnte. Besonders wenn ich etwas Neues anfange und mich das weiße Blatt so einschüchtert, finde ich es aber wesentlich einfacher, unter scheinbar ungünstigen Bedingungen anzufangen. Wenn ich mir alles sorgfältig vorbereite, habe ich manchmal zu hohe Erwartungen an das, was ich schreibe, und lösche und überabeite ständig…besonders bei Wettbewerben wie dem Nanowrimo ist so etwas seehr ungünstig.

Bei Kurzgeschichten allerdings, wo man beim Schreiben oft schon stärker auf die Formulierungen achtet, habe ich es auch gern mal ganz still. Besonders, wenn die Handlung noch nicht so genau geplant ist. Da ist Konzentration angesagt.

Musik geht auf jeden Fall nur mit anderen Hintergrundgeräuschen, damit sie mich nicht zu sehr ablenkt. Ansonsten mache ich sie lieber aus…

Also: Musik, solange man sie nicht verstehen kann. Ist das nun merkwürdig?

Und wie sieht es bei den anderen Schreiberlingen aus?

Laut Wikipedia war Mundraub früher ein Straftatbestand, der die „Entwendung oder Unterschlagung von Nahrungs- oder Genussmitteln […] in geringer Menge […] zum alsbaldigen Verbrauch“ bezeichnete, und wurde mit Geld- oder geringen Freiheitsstrafen geahndet. Nach heutigem Recht wird eine solche Tat allerdings nur noch auf Strafantrag verfolgt und zählt zum Diebstahl oder zur Unterschlagung geringwertiger Sachen.

Soviel dazu. Allerdings stellt sich mir jetzt die Frage, ob diese Gesetze auch für Katzen gelten?

Diese fremde Katze fand eigenständig den Weg von der Garage durch den kleinen Katzengang in unsere Abstellkammer und von dort durch die angelehnte Tür in den Flur. Keiner kennt sie, weiß, wie sie heißt oder wohin sie gehört.

Eines ist allerdings schnell klar: Sie weiß unser Katzenfutter wesentlich mehr zu schätzen als unsere hauseigenen Kater. Und dabei lässt sie sich nicht einmal von uns stören, im Gegenteil! Als mein Vater ihr den Napf wegnimmt, streicht sie ihm noch schnurrend um die Beine. Völlig ohne Angst lässt sie sich von ihm auf den Arm nehmen.

Beim Fotografieren stillzuhalten ist allerdings nicht ihr Ding. Deshalb auch nur dieses eine etwas unterbelichtete Foto…

Und das war nicht der einzige Besuch der Fremden. Unsere Kater waren vom dem Eindringling allerdings weniger begeistert und weisen sie jedesmal energisch zur Tür hinaus. Das hält sie aber nicht davon ab, immer mal wieder vorbeizuschauen.

Und was lernt man daraus? Frechheit siegt. Vor allem, wenn man süß und plüschig ist.

Schließlich geht heutzutage alles ins Internet, nicht nur der Computer. Für ein Handy ist ein Internetzugang schon geradezu ein Muss – ob man ihn angesichts der hohen Kosten nun nutzt, oder nicht. Auch mancher MP3-Player zieht sich Musikinformationen aus dem Netz oder surft auch richtig im Internet, wie zum Beispiel der iPod. Man kann auch Spiele mit ihnen spielen, Radio hören, sich Notizen machen, sich morgens von ihnen wecken lassen, … Als ich vor einigen Monaten einen neuen MP3-Player brauchte, war es ein regelrechter Kampf, ein Gerät zu finden, das tatsächlich nur Musik abspielt – und das eben gut. Das soll er doch eigentlich…oder nicht?

Selbst mit Digitalkameras (in der entsprechenden Preisklasse) kann man seine Bilder von unterwegs auf die Website seiner Wahl hochladen, sofern man Zugang zu einem W-LAN-Hotspot hat. Auch einige Fernseher besitzen inzwischen ein eingebautes W-LAN-Modul. Und bald bestellt der Kühlschrank die Milch selbst, wenn sie ausgegangen ist.

Stellt sich nur die Frage, wann es endlich kleine Chips gibt, die man in die Stiele der Topfpflanzen einsetzen kann. Diese hätten dann Zugang zum hauseigenen W-LAN-Router und könnten mir eine Mail schicken, wenn sie kurz vor dem Verdursten stehen.

Oder vielleicht sollte ich einfach bei Lebewesen bleiben, die sich notfalls vor den Monitor setzen und lautstark miauen, wenn sie Hunger haben?

Für den Rest Deutschlands, der schon mit Schneemassen zu kämpfen hatte, mag das nicht überraschend sein, aber jetzt hat es auch in Ostfriesland endlich geschneit. Gestern  rieselten auf dem Weg zur Bushaltestelle erste kleine Flöckchen, und wider Erwarten wurden die Gehwege langsam weiß. Zu dem Zeitpunkt, als endlich der Bus kam, waren meine Finger in den zu dünnen Handschuhen (ich habe gewusst, dass ich das bereuen würde…) halb eingefroren. Und es schneite weiter…

Aus Angst davor, dass es bald wieder weg sein würde, habe ich, sobald ich Zuhause war, einige Beweisfotos gemacht:


So sah es gestern Abend vor unserer Haustür aus. Wider Erwarten jedoch war es heute Morgen, als ich einen Blick aus dem Fenster warf, noch viel weißer! Zirka 10 Zentimeter sind über Nacht gefallen.So sah es in unserem Garten und unserer Nachbarschaft aus:

Da werden sogar die Hoffnungen auf weiße Weihnachten glatt noch einmal wach. Aber das wäre schließlich das erste Mal seit…sehr lange. Trotzdem wäre es sehr schön! Mir ist Schnee allemal lieber als ostfriesischer Nieselregen…

Mir ist bei solchem Wetter immer sehr schnell verdammt kalt. Der Katze nicht. Wie denn auch, wenn sie die Decke hat?!

"When you think you've seen it all...think again."
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