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Diese Frage stellt ksklein auf ihrem Blog Menschen aus aller Welt. Genauer: Was ist rot für dich?

Jeden Tag wird eine Antwort veröffentlicht, das ganze Jahr über: Auf ein Stück Papier soll geschrieben, gezeichnet, gemalt und geklebt werden, was die Farbe rot für den Einsender bedeutet. Dabei sollen der Zeitaufwand und die Kosten nicht zu hoch sein. Jedes veröffentliche Kunstwerk findet Platz am entsprechenden Tag im Moleskine-Kalender der Bloggerin.

Ich muss sagen, ich bin ein bisschen neidisch auf die Vorstellung, dass sie am Ende des Jahres ein Buch voller Basteleien aus aller Welt in Händen hält. Gleichzeitig bin ich überrascht von der ganz simplen Idee. Faszinierend, was für unterschiedliche Ideen man zu der Farbe rot haben kann! – Ich mag rot übrigens. Mein Lieblingspullover ist rot, manchmal sind meine Fingernägel rot und im Moment sind sogar meine Haare dunkelrot getönt. :)

Ich mag den Blog allerdings noch aus einem ganz eigennützigen Grund: Er ist eine wunderbare Inspiration und eine gute Grundlage für eine kleine Schreibaufgabe. Einfach blind einen Tag aussuchen und das dazugehörige Kunstwerk auf sich wirken lassen. Und dann schreiben. Wer macht mit?

PS: Und falls sich jemand gerne mit einem kleinen Kunstwerk am Blog beteiligen möchte, der schaue hier.

© Foto „rot“: KnipsermannSome rights reserved. Quelle: www.piqs.de

An diesem Punkt scheiden sich häufig die Geister von Autoren oder solchen, die es werden wollen. Die einen schreiben überhaupt nicht, ohne sich vorher die Kopfhörer in die Lauscher zu stecken und die Musik ihrer Wahl aufzudrehen: Von beruhigendem Bach über Pop bis hin zu Heavy Metal ist da alles vertreten.

Häufig werden die Lieder auch nach der Stimmung in der jeweiligen Szene ausgewählt und sollen dadurch zusätzlich inspirieren. Mancher legt sich im Media Player extra Wiedergabelisten an: Musik für nachdenkliche Szene, Musik für traurige Szenen, Musik für gescheiterte Beziehungen, Musik für frisch Verliebte, … schließlich möchte man die gerade freigeschaufelte Zeit nicht damit verbringen, nach der passenden Musik zu suchen.

Das Lager der Still-Schreiber wendet dagegen häufig ein, man würde sich zu sehr von der Musik beeinflussen lassen, anstatt auf die eigene Kreativität zu vertrauen. Inspiration aus der Dose sozusagen. Sie bevorzugen die Stille, um die Worte fließen zu lassen.

Ich selbst kann mich nicht so recht in die ein oder andere Fraktion einordnen. Da ich beim Schreiben häufig im Wohnzimmer sitze, und sich meine Eltern dort unterhalten und der Fernseher läuft, höre ich dann beim Schreiben oft Musik. Spezielle Wiedergabelisten habe ich nicht, aber ich wähle immer englische Lieder, deren Texte ich nicht kenne, um nicht davon abgelenkt zu werden. Beim Schreiben blende ich dann ohnehin alle Geräusche aus. Meist kann ich mich hinterher nicht mal mehr erinnern, welche Lieder liefen. Die Musik dient eher dazu, dass ich nicht abgelenkt werde. Das Ganze verschwimmt sozusagen zu einem Geräusch-Einheitsbrei, der mich nicht weiter stört.

Jetzt könnte man natürlich sagen, dass ich mich auch in einen ruhigen Raum zurückziehen könnte. Besonders wenn ich etwas Neues anfange und mich das weiße Blatt so einschüchtert, finde ich es aber wesentlich einfacher, unter scheinbar ungünstigen Bedingungen anzufangen. Wenn ich mir alles sorgfältig vorbereite, habe ich manchmal zu hohe Erwartungen an das, was ich schreibe, und lösche und überabeite ständig…besonders bei Wettbewerben wie dem Nanowrimo ist so etwas seehr ungünstig.

Bei Kurzgeschichten allerdings, wo man beim Schreiben oft schon stärker auf die Formulierungen achtet, habe ich es auch gern mal ganz still. Besonders, wenn die Handlung noch nicht so genau geplant ist. Da ist Konzentration angesagt.

Musik geht auf jeden Fall nur mit anderen Hintergrundgeräuschen, damit sie mich nicht zu sehr ablenkt. Ansonsten mache ich sie lieber aus…

Also: Musik, solange man sie nicht verstehen kann. Ist das nun merkwürdig?

Und wie sieht es bei den anderen Schreiberlingen aus?

Hin und wieder wird man als Schreiberling jeglicher Art sicherlich gefragt:  „Warum schreibst du eigentlich?“

Von dem eigenen Deutschlehrer zum Beispiel, bei dem man auf die Frage, welche Hobbies man denn so habe, wagemutig das Schreiben erwähnte. Man mag es auch Leichtsinn nennen, wie auch immer. Auf jeden Fall komme ich bei dieser Frage regelmäßig ins Schleudern.

Und eines, was mir daraufhin einfällt, ist: Weil ich es kann. Nicht im Sinne von „Ich schreibe jetzt innerhalb von einem Jahr einen Roman und das wird bestimmt ein Bestseller.“ Das ist ja Unsinn. Tatsächlich bin ich oft davon überzeugt, dass es verdammt viele gibt, die besser schreiben können als ich, und verspüre hin und wieder das Bedürfnis, die Seite, die ich gerade geschrieben habe, auszudrucken, nur um sie dann in den Papierkorb zu schmeißen. Das kennen Sie bestimmt auch, oder?

Allerdings kann ich schreiben wesentlich besser als manch andere Sachen: Volleyball, Mathe, Chemie und tausend andere Dinge, die mir gerade nicht einfallen.

Und einen anderen Grund gibt es noch: Ich könnte nie damit aufhören. Mit dem Schreiben selbst vielleicht für einige Zeit, das habe ich ja schon öfter getan. Weil ich leicht abgelenkt bin, zu wenig Disziplin habe und manchmal einfach nichts zustande bekomme und auch nicht ständig das Bedürfnis verspüre. Wobei, streng genommen schreibe ich ja auch gerade jetzt, wenn auch keine Kurzgeschichte.  ;)

Aber ich könnte nie damit aufhören an das Schreiben zu denken. Es gibt Zeiten, da muss nur ein Wort fallen und ich stricke mir in meinem Kopf daraus etwas völlig neues zusammen, das ist wie ein Mechanismus, das könnte ich vermutlich nicht mal abstellen, wenn ich es wollte. Auch wenn der Großteil dieser Sachen es nie auf’s Papier schafft. Ein Satz, eine Atmosphäre, ein Bild…viel braucht es nicht.

Und was ist mit Ihnen? Warum schreiben Sie?

"When you think you've seen it all...think again."
August 2017
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