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…lauern im wahrsten Sinne des Wortes hinter jeder Straßenecke. Schließlich hat der Winter uns fest im Griff und beschert uns glatte Straßen, Schneematsch in rauhen Mengen und erfrorene Nasenspitzen. Der kurze Weg mit dem Fahrrad zur nächsten Bushaltestelle gerät da zum Kamikaze-Unternehmen.

Zum Glück habe ich mich bis jetzt allerdings noch nicht auf die Nase gelegt. Dafür hatte ich ein anderes merkwürdiges Erlebnis.

Wenn ich morgens losfahre, ist es in dieser Jahreszeit noch dunkel. Wenn möglich, fahre ich auf den schmalen Streifen an der Straßenseite, die gekehrt worden sind. (Vorausgesetzt, es kehrt jemand.) Diesmal jedoch lag eben dort einige Meter entfernt etwas, das aussah wie ein großer schmutziger Schneeklumpen, wie sie etwa von Autos abfallen. Ich dachte mir also nichts weiter dabei und radelte gemächlich darauf zu – da drehte sich der Schneeball plötzlich um und lief in meine Richtung!

Ich bremste hastig ab. Der Schneeball blieb vor mir stehen und starrte mich mit weit aufgerissenen Augen an. Von vorne sah dieses Wesen allerdings gar nicht mehr wie ein Schneeball aus, sondern wie eine junge, dunkel getigerte Katze.

Ich starrte einen Moment überrascht zurück und wies sie dann daraufhin, dass sie sich da vielleicht einen etwas gefährlichen Sitzplatz ausgesucht hatte.

Die Katze starrte.

Gerade als ich beschloss, mit einem Schlenker um sie herum zu fahren, rannte sie vor mir lang und auf die andere Straßenseite, wo sie an einer Auffahrt stehenblieb. Sie wirkte ungefähr so verdutzt wie ich.

Vielleicht könnt ihr mir noch eines verraten: Was bewegt eine Katze dazu, sich morgens um Viertel vor 7 draußen in der Kälte am Straßenrand niederzulassen?

…als am Sonntag Abend zu erfahren, dass am Montag im gesamten Landkreis die Schule ausfällt? Wohl nicht. Zumindest fällt mir gerade nichts ein.

Dumm nur, dass jetzt unser Fototermin für die Abizeitung verschoben werden muss…

Jede Katze geht ein bisschen anders mit Schnee um. Unsere verbringen die meiste Zeit auf der Fensterbank über der Heizung und schauen den Flocken beim Fallen zu, anstatt sich nach draußen zu wagen. Wenn es doch mal sein muss, staksen sie storchgleich durch das weiße Nass oder hüpfen mit großen Sätzen hindurch.

Die Katze aus der Cartoon-Reihe Simon’s Cat von Simon Tofield erlebt in dem Video Snow business den ersten Schnee auf ihre Weise:

Weitere Cartoons gibt es auf dem Youtube-Pofil von Simon Tofield: Simon’s Cat. Nur zu empfehlen!

Für den Rest Deutschlands, der schon mit Schneemassen zu kämpfen hatte, mag das nicht überraschend sein, aber jetzt hat es auch in Ostfriesland endlich geschneit. Gestern  rieselten auf dem Weg zur Bushaltestelle erste kleine Flöckchen, und wider Erwarten wurden die Gehwege langsam weiß. Zu dem Zeitpunkt, als endlich der Bus kam, waren meine Finger in den zu dünnen Handschuhen (ich habe gewusst, dass ich das bereuen würde…) halb eingefroren. Und es schneite weiter…

Aus Angst davor, dass es bald wieder weg sein würde, habe ich, sobald ich Zuhause war, einige Beweisfotos gemacht:


So sah es gestern Abend vor unserer Haustür aus. Wider Erwarten jedoch war es heute Morgen, als ich einen Blick aus dem Fenster warf, noch viel weißer! Zirka 10 Zentimeter sind über Nacht gefallen.So sah es in unserem Garten und unserer Nachbarschaft aus:

Da werden sogar die Hoffnungen auf weiße Weihnachten glatt noch einmal wach. Aber das wäre schließlich das erste Mal seit…sehr lange. Trotzdem wäre es sehr schön! Mir ist Schnee allemal lieber als ostfriesischer Nieselregen…

Mir ist bei solchem Wetter immer sehr schnell verdammt kalt. Der Katze nicht. Wie denn auch, wenn sie die Decke hat?!

"When you think you've seen it all...think again."
Juni 2017
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